Moderlieschen, Leucaspius delineatus, DNZ, 3-7 cm (Kaltwasser)
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Moderlieschen, Leucaspius delineatus, DNZ, 3-7 cm (Kaltwasser)
| Deutscher Name: | Moderlieschen |
| Wissenschaftlich: | Leucaspius delineatus |
| Synonyme: | Sonnenfischchen, Teichfischchen |
| Herkunft: | Europa und Westasien, in stehenden und langsam fließenden Gewässern |
| Teichgröße: | Bereits in kleinen Teichen ab 500 Litern möglich |
| Wasserwerte: | Weiches bis mittelhartes Wasser, pH 6,5 - 8,0 |
| Temperatur: | 4 - 25 °C, sehr anpassungsfähig |
| Futter: | Insektenlarven, Zooplankton, feines Trocken- und Frostfutter |
| Geschlechtsunterschiede: | Männchen intensiver gefärbt und zur Laichzeit mit Laichausschlag |
| Zucht möglich: | Im Teich leicht möglich, legt Eier auf Pflanzen und Wurzeln ab |
| Maximale Größe: | 7 cm, selten größer |
| Liefergröße: | 3 - 7 cm |
Herkunft und Beschreibung des Moderlieschens (Leucaspius delineatus)
Das Moderlieschen (*Leucaspius delineatus*) ist ein kleiner, geselliger Schwarmfisch, der in weiten Teilen Europas und Westasiens vorkommt. Bevorzugt besiedelt er stehende oder langsam fließende Gewässer mit dichter Ufervegetation. Er gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) und ist besonders für seine silbrig glänzende Körperfärbung bekannt. Die Tiere besitzen eine schlanke, leicht seitlich abgeflachte Körperform mit einem durchsichtigen Rücken und einer leicht rötlichen Afterflosse. Auffällig ist das stark reflektierende Schuppenkleid, das unter Sonnenlicht metallisch schimmert.
Moderlieschen erreichen eine maximale Größe von etwa 7 cm und zeichnen sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit aus. Sie überleben in sehr sauerstoffarmen Gewässern und können selbst in kleinen Teichen oder Tümpeln gedeihen. Ihre Lebenserwartung beträgt in der Regel 3 bis 5 Jahre, unter optimalen Bedingungen auch länger.
Verhalten und Lebensweise
Moderlieschen sind äußerst friedliche Schwarmfische, die in Gruppen von mindestens 10 bis 15 Tieren gehalten werden sollten. Sie verbringen viel Zeit nahe der Wasseroberfläche und sind stets aktiv auf Nahrungssuche. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihnen, auch unter schwierigen Bedingungen zu überleben. Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, im Winter unter Eis zu überleben und sich im Sommer explosionsartig zu vermehren.
Anforderungen an den Teich
Da Moderlieschen klein bleiben und sich gut an unterschiedliche Bedingungen anpassen, können sie bereits in Teichen ab 500 Litern gehalten werden. Eine dichte Bepflanzung mit Unterwasserpflanzen, Schwimmpflanzen und feinen Wurzeln bietet ihnen Schutz und ideale Laichmöglichkeiten. Eine leichte Strömung ist vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich.
Passende Wasserparameter
Moderlieschen sind äußerst tolerant gegenüber verschiedenen Wasserwerten. Sie fühlen sich bei einem pH-Wert von 6,5 bis 8,0 wohl und können sowohl in weichem als auch in mittelhartem Wasser problemlos leben. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit macht sie zu einem idealen Fisch für natürliche, wenig gepflegte Teiche.
Ernährung
In der Natur ernähren sich Moderlieschen vorwiegend von Zooplankton, kleinen Insekten und Algen. Im Teich nehmen sie feines Trockenfutter, Frostfutter wie Daphnien und Cyclops sowie lebende Wasserflöhe gerne an. Ihre Nahrung sollte abwechslungsreich sein, um eine optimale Gesundheit zu gewährleisten.
Vergesellschaftung des Moderlieschens
Moderlieschen sind friedliche Fische, die sich hervorragend mit anderen kleinen Teichfischen wie Goldelritzen, Bitterlingen und kleinen Karpfenfischen vertragen. Große Raubfische wie Hechte, Barsche oder große Karpfen sollten vermieden werden, da sie Moderlieschen als Beute betrachten könnten.
Geschlechtsunterschiede
Während der Laichzeit weisen die Männchen einen feinen Laichausschlag auf und zeigen intensivere Farben. Weibchen bleiben meist etwas blasser und sind fülliger.
Die Zucht von Moderlieschen
Die Fortpflanzung im Teich erfolgt oft spontan. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt an Pflanzen, Wurzeln oder andere feine Substrate. Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen und ernähren sich anfangs von Mikroorganismen und Plankton.
Maximale Größe des Moderlieschens
Moderlieschen erreichen in der Regel eine maximale Länge von 7 cm. Sie bleiben klein und sind daher ideal für naturnahe Teiche mit vielen Versteckmöglichkeiten.
| Temperaturbereiche: | Kaltwasser (4-18°C) - kein Heizer |
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1 Bewertung
10. Juni 2026 21:24
Gartenteich
Die Moderlieschen kamen gesund und extrem agil bei mir an. Sie sind die ideale Ergänzung für meinen technikfreien Gartenteich und bringen tolles Leben in die oberen Wasserschichten. Zusammen mit den Gold-Bitterlingen und den Teichmuscheln am Grund ergibt sich nun ein wunderbar harmonisches, funktionierendes Biotop. Eine richtig tolle und lebhafte Fischgruppe, ich bin sehr zufrieden!
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie füttere ich meine Teichbewohner richtig?
Die Fütterung richtet sich nach der Art der Teichbewohner. Fische benötigen eine abwechslungsreiche Ernährung, die aus speziellem Teichfutter, Insektenlarven und pflanzlichen Bestandteilen bestehen sollte. Kois und Goldfische profitieren von hochwertigem schwimmendem Futter, während bodenlebende Arten wie Störe sinkendes Futter benötigen.
Wie oft sollte gefüttert werden? Im Sommer, wenn die Wassertemperatur über 15 °C liegt, können Fische 1-2 Mal täglich gefüttert werden. In der kalten Jahreszeit verlangsamt sich der Stoffwechsel – unter 10 °C sollte nur noch wenig, unter 5 °C gar nicht mehr gefüttert werden.
Was fressen Teichschnecken und Muscheln? Teichschnecken ernähren sich von Algen und abgestorbenem Pflanzenmaterial, können aber bei Bedarf mit Spirulina-Tabletten oder weichem Gemüse zugefüttert werden. Teichmuscheln filtern Mikroorganismen aus dem Wasser und benötigen keine zusätzliche Fütterung, solange der Teich biologisch ausgewogen ist.
Darf ich Brot oder Küchenabfälle füttern? Nein, Brot und andere Küchenreste sind ungeeignet, da sie das Wasser belasten und die Gesundheit der Tiere gefährden können. Es sollte ausschließlich hochwertiges Teichfutter oder natürliche, für die jeweilige Art geeignete Nahrung verwendet werden.
Wie verhindere ich eine Überfütterung? Füttern Sie nur so viel, wie die Tiere innerhalb weniger Minuten aufnehmen können. Reste sollten nicht im Wasser verbleiben, um eine Belastung des Wassers zu vermeiden. Eine gute Wasserqualität ist essenziell für gesunde Teichbewohner.
Wie werden Teichfische versendet?
Wie alle Fische sind auch Teichfische Wirbeltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand der Teichtiere erfolgt grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt bzw. bei Frost mit Heatpacks unterstützt.
Wie werden Wirbellose Teichtiere versendet?
Schnecken, Muscheln und Krebse sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Wirbellosen auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.
Der Versand der Wirbellosen erfolgt unabhängig von der gewählten Versandart grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Tiere mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Bei Frost versenden wir sie mit zusätzlichen Heatpacks.
Wie neu gekaufte Teichbewohner eingewöhnen?
Um neue Teichbewohner wie Fische, Krebse, Muscheln oder Schnecken sicher in den Gartenteich einzugewöhnen, sollte eine behutsame Anpassung an die neuen Wasserbedingungen erfolgen. Falls bereits andere Tiere im Teich vorhanden sind, empfiehlt sich eine Quarantäne, um das Risiko von Krankheiten zu minimieren.
Die Eingewöhnung erfolgt nach einem schrittweisen Verfahren, unabhängig davon, ob Fische oder Wirbellose in den Teich eingesetzt werden.
Einsetzen von neuen Teichtieren:
- Setzen Sie die neuen Tiere mit dem Transportwasser in einen Eimer, eine Wanne oder einen separaten Behälter.
- Fügen Sie nach und nach Wasser aus dem Gartenteich hinzu, bis sich die Wassermenge innerhalb von 30-60 Minuten mindestens verdoppelt hat.
- Bei Fischen: Entnehmen Sie diese vorsichtig mit einem Kescher und setzen Sie sie in den Teich ein. Bei Muscheln und Schnecken: Platzieren Sie sie direkt auf den Teichgrund, damit sie sich selbstständig eingraben oder anhaften können. Bei Krebsen: Lassen Sie sie behutsam am Teichrand ins Wasser gleiten.
- Beobachten Sie die neuen Tiere in den nächsten Tagen regelmäßig auf Anzeichen von Stress oder Krankheiten. Eine neue Umgebung kann das Immunsystem schwächen und zu Anpassungsproblemen führen.
- Falls es sich um einen neu eingerichteten Teich handelt, sollten Sie die Wasserwerte, insbesondere den Nitritgehalt, in den ersten zwei Wochen nach dem Einsetzen der Tiere mindestens alle zwei Tage kontrollieren.
Woher stammen die bei Ihnen gekauften Teichtiere?
Unsere Wirbellosen stammen ausschließlich von einem deutschen Züchter, der die Tiere bereits in Teichen aufzieht. Auch fast alle unserer Fische stammen aus deutscher Nachzucht und werden direkt in Freilandteichen gezüchtet. Nur vereinzelt beziehen wir Tiere aus europäischer Nachzucht (z. B. aus Tschechien). In jedem Fall stammen unsere Teichtiere nicht aus Aquarien, sondern aus artgerechter Haltung unter Freilandbedingungen (Ausnahmen bilden hier nur die Rotflossenorfen, Zaccos, Makropoden und die Regenbogenelritzen, da diese auch in Aquarien gehalten werden können).
Brauche ich einen Filter oder eine Pumpe für meinen Teich?
Ob ein Filter oder eine Pumpe für den Teich notwendig ist, hängt von der Größe, dem Fischbesatz und der biologischen Selbstreinigungskraft des Teiches ab.
Wann ist ein Filter notwendig? Ein Teichfilter ist besonders dann erforderlich, wenn Fische gehalten werden, da diese durch ihre Ausscheidungen das Wasser belasten. Ohne eine Filteranlage kann sich schnell Ammoniak und Nitrit im Wasser ansammeln, was für Fische schädlich ist. In einem gut bepflanzten, naturnahen Teich mit wenigen oder keinen Fischen kann das Ökosystem die Wasserqualität oft selbst regulieren. Je mehr Fische im Teich leben, desto wichtiger wird ein leistungsfähiges Filtersystem.
Wann wird eine Pumpe benötigt? Eine Pumpe sorgt für eine gleichmäßige Wasserzirkulation und verbessert die Sauerstoffversorgung, was besonders an warmen Tagen wichtig ist. Stehende Gewässer neigen dazu, an Sauerstoffmangel zu leiden, was für Fische und andere Teichbewohner gefährlich werden kann. Falls der Teich einen Wasserfall, einen Bachlauf oder eine Fontäne besitzt, ist eine Pumpe unerlässlich, um die Wasserbewegung aufrechtzuerhalten.
Kann ein Teich ohne Filter oder Pumpe funktionieren? Ja, unter bestimmten Bedingungen kann ein Teich auch ohne technische Hilfsmittel auskommen. In einem gut geplanten Naturteich mit dichter Bepflanzung, wenig Fischbesatz und einem ausgeglichenen Nährstoffhaushalt übernehmen Pflanzen, Mikroorganismen und natürliche Prozesse die Reinigung und Sauerstoffversorgung. Eine ausreichende Tiefe (mindestens 80 cm) hilft, Temperaturschwankungen auszugleichen und die Wasserqualität zu stabilisieren.
Welche Filterarten gibt es?
- Druckfilter: Geeignet für größere Teiche mit Fischbesatz, da sie hohe Wassermengen filtern und oft mit einer UV-Lampe zur Algenbekämpfung ausgestattet sind.
- Durchlauffilter: Ideal für mittelgroße bis große Teiche mit vielen Fischen, da sie effizient mechanische und biologische Reinigung kombinieren.
- Schwamm- oder Biofilter: Für kleinere Teiche oder Naturteiche ohne hohen Fischbesatz, da sie das Wasser schonend klären und nützliche Bakterien ansiedeln.
Fazit: Ob ein Filter oder eine Pumpe notwendig ist, hängt vom individuellen Teich ab. In einem Fischteich sind beide Komponenten meist unerlässlich, während ein gut durchdachter Naturteich oft ohne auskommt. Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte hilft dabei, den Bedarf an Technik besser einzuschätzen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Teichbewohnern
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.